Fundtiere/Wohnungshaltung
FIV-positiv
Geboren ca. ca. 2019
EKH
Kastriert [x] ja / [] nein
Im Tierheim seit 20.02. & 03.04.2026
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Wir testen jede Katze per Schnelltest auf FIV („Katzen-Aids“, Infos hier!) und FeLV („Katzen-Leukose“, Infos hier!) und klären über den Status auf.
Wir informieren hier über das Risiko einer FIP-Erkrankung („Bauchfellentzündung“).
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Findibus wurde uns schwerverletzt gemeldet, er war in Kirchhain auf drei Beinen und ohne Schwanz unterwegs – ein Hinterbein und seine Rute waren durch einen Unfall offensichtlich abgerissen worden. Findibus wird für immer in die Geschichte eingehen als „gesündester schwerstverletzter Kater“, den wir je gesehen haben. Er war nach zwei Wochen Abwesenheit, in denen er wohl um sein Leben gekämpft und sich von dem schweren Trauma erholt hat, an seiner alten Futterstelle aufgetaucht, balancierte mit offenen Wunden dreibeinig und mit Stummelrute über Gartenmauern und war auch beim tierärztlichen Check nach Sicherung durch uns unglaublich fit mit super Blutwerten (abgesehen von der Diagnose FIV+). Die Reste seiner abgetrennten Gliedmaßen wurden amputiert, alles ist gut verheilt.
Krummbein lebte in Wohratal-Halsdorf mit vielen anderen Katzen streunend an einem Haus, wo sie sich unkastriert vermehrten. Wir haben sie bei uns im Tierheim aufgenommen um ihnen die Chance auf ein neues Leben zu ermöglichen. Er hat eine Kopfschiefhaltung, die bereits seit mindestens vier Jahren auffällig ist und laut Anwohnern vermutlich von einem leichten Autounfall herrührt.
Gemeinsam lieben sie auf einer unserer Pflegestellen in Marburg und können dort nach Terminabsprache (Kontakt über das Tierheim) besucht werden.
Beide sind anfänglich vorsichtig und etwas schreckhaft, aber total lieb und schmusebedürftig. Nach Unsicherheit kommt die Neugier – Findibus zeigt sich schnell als freundlicher und aufgeweckter junger Kater, ist sehr anhänglich, gerne den ganzen Tag am Kuscheln, lebt immer mehr auf, wird immer zutraulicher und geht auch auf fremde Menschen immer mutiger zu. Krummbein schmust mit vollem Körpereinsatz, wenn er erst einmal merkt, dass er in Sicherheit ist und liebt es, gekrault und generall überhaupt beachtet zu werden.
Sie werden sich nach einem Umzug sicherlich auch erstmal ängstlich verhalten, aber dann umso mehr Nähe und Liebe suchen und sich eng an seine Menschen binden.
Sie wurden – leider nicht untypisch für unkastrierte Streunerkater – FIV positiv getestet.
FIV gehört zu der Familie der Retroviren. Es kann bei Katzen eine Krankheit auslösen, die dem menschlichen HIV ähnelt, daher wird FIV auch als „Katzen-AIDS“ bezeichnet. Durch das geschwächte Immunsystem kann es dazu kommen, dass die Katze ab einem bestimmten Punkt Infekte nicht mehr abwehren kann, dann kommt es unter Umständen vermehrt zu Schnupfenerkrankungen oder Zahnfleischentzündungen. FIV ist nicht auf Menschen oder andere Tierarten übertragbar, sondern nur unter Umständen z.B. durch muskeltiefen Biss auf andere Katzen (nicht durch Tröpfcheninfektion).
→ Mehr Infos zur Diagnose FIV gibt es hier!
Wir wünschen ihnen einen gemeinsamen Platz, sie mögen den jeweils anderen und profitieren von einem Artgenossen, der ihre Sprache spricht, sehr.
Gesundheitlich sind sie stabil, Krummbein ist wie viele Streuner ein chronischer Katzenschnupfer, wobei seine Symptome viel seltener und besser geworden sind. Beide hatten eine Zahnsanierung. Findibus kommt dreibeinig und ohne Schwanz bereits sehr gut zurecht.
Aufgrund der Diagnose und Findibus‘ Handicap suchen wir für sie einen Platz als Wohnungskater, auf jeden Fall aber mit einem sicheren Balkon oder ähnlichem Freisitz.
Wir wünschen dem tapferen Überlebenskünstler Findibus und dem etwas ramponierten, treuen Krummbein ein wunderschönes Zuhause und ein Leben voller Zuneigung, Fürsorge und Liebe!
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(Stand 08.06.2026)
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(Bilder anklicken um sie in voller Größe zu sehen!)
Die Beschreibung gibt den aktuellen Stand wieder, Änderungen oder Neueinschätzungen behalten wir uns aber vor. Es kann immer passieren, dass ein Tier sich aufgrund veränderter Umstände sowohl hier im Tierheim als auch im neuen Zuhause anders zeigt oder anders entwickelt.
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